Wie hoch darf zaun sein siegen

Lokale vorschriften in siegen

die zulässige höhe und art eines zaunes in siegen wird maßgeblich durch die lokale bauleitplanung und örtliche bauvorschriften der stadt bestimmt. Diese können von straßenzug zu straßenzug oder innerhalb verschiedener bebauungspläne (b-pläne) variieren. Eine pauschale aussage zur maximalen zaunhöhe ist daher nicht möglich. prüfen sie unbedingt folgende dokumente und stellen der stadt siegen:
  • bebauungspläne (b-pläne): diese dokumente sind die primäre quelle für festsetzungen zu einfriedungen (zäune, mauern, hecken) und legen oft spezifische maximale höhen, materialvorgaben oder gestaltungseinschränkungen fest. Den für ihr grundstück gültigen b-plan erhalten sie beim bauamt der stadt siegen oder über die geoportale der stadt.
  • örtliche bauvorschriften: diese können zusätzlich zu den b-plänen detailliertere regelungen zu zäunen enthalten oder diese ergänzen.
  • bauordnung NRW (bauo NRW): die bauo NRW regelt in § 62 'verfahrensfreie bauvorhaben' unter abs. 1 nr. 1a oft die genehmigungsfreiheit für einfriedungen bis zu einer höhe von 2,00 m über der geländeoberkante. Dies gilt in der regel jedoch nur, wenn der zaun keine abstandsflächenproblematik auslöst und nicht an öffentliche verkehrsflächen grenzt. wichtig: diese allgemeine regelung der bauo NRW kann durch lokale bebauungspläne und örtliche bauvorschriften der stadt siegen eingeschränkt oder konkretisiert werden! im zweifelsfall ist eine schriftliche anfrage beim bauamt ratsam.
ein bauherr in einem nachbarkreis von siegen erhielt kürzlich eine ablehnung für einen 1,80 m hohen zaun an der grundstücksgrenze, da der örtliche bebauungsplan eine maximale höhe von 1,20 m für nicht-transparente einfriedungen vorsah. Prüfen sie daher stets die spezifischen regelungen für ihr baugrundstück, bevor sie mit dem bau beginnen.

So bauen sie ihren zaun in siegen richtig - schritt-für-schritt

  1. Schritt 1: lokale vorschriften prüfen

    besorgen sie sich beim bauamt der stadt siegen den gültigen bebauungsplan und eventuelle örtliche bauvorschriften für ihr grundstück. Klären sie die zulässige höhe, das material und die gestaltung des zauns. Beachten sie § 62 bauo NRW und prüfen sie, ob ihr vorhaben verfahrensfrei ist oder einer genehmigung bedarf.
  2. Schritt 2: baugrund beurteilen

    führen sie eine einfache bodenprobe durch: graben sie eine kleine grube von etwa 60 cm tiefe. Bei klebrigem, rissigem material handelt es sich wahrscheinlich um lehmboden, der besondere aufmerksamkeit bezüglich der frostsicherheit erfordert. Bei sehr weichem oder organischem boden sollten sie einen sachverständigen für geotechnik konsultieren.
  3. Schritt 3: fundamenttyp und dimensionierung festlegen

    wählen sie den geeigneten fundamenttyp basierend auf der zaunart, der höhe und dem baugrund. Für pfostenfundamente in siegen und umgebung (NRW) ist bei frostempfindlichen böden eine mindesttiefe von 80 cm (frostfrei nach din 18300, abschnitt 3.2.1) einzuhalten. Dimensionieren sie die fundamente entsprechend der zu erwartenden lasten (eigenlast, windlast gemäß din en 1991-1-4) und der bodentragfähigkeit (eurocode 7).
  4. Schritt 4: ausführung und dokumentation

    heben sie die fundamentgruben präzise aus und füllen sie diese mit dem vorgesehenen material (z.B. Beton c20/25). Achten sie auf eine saubere und waagerechte ausführung. Machen sie fotos vom baufortschritt, insbesondere von den fundamenten vor dem betonieren. Eine präzise skizze mit maßen ist für eine spätere dokumentation oder im falle einer nachträglichen genehmigung von vorteil.