Sauna genehmigungsfrei arendsee

Lokale vorschriften in arendsee (altmark)

bevor sie mit der planung beginnen, ist es unerlässlich, die örtlichen vorschriften zu prüfen. Obwohl der bau einer kleinen sauna in vielen fällen als genehmigungsfrei gilt, müssen sie die rahmenbedingungen der bauordnung des landes sachsen-anhalt (bauo lsa) und die festsetzungen der örtlichen bauleitplanung (flächennutzungsplan und ggf. Bebauungsplan) der stadt arendsee (altmark) beachten.
hinweis: die bauo lsa, anlage 2, zu § 60, listet genehmigungsfreie vorhaben auf. Für saunagebäude im innenbereich ist hier oft ein brutto-rauminhalt von bis zu 30 m³ und eine firsthöhe von maximal 3,00 m relevant. Prüfen sie immer die aktuell gültige fassung der bauo lsa und etwaige lokale ergänzungen der stadt arendsee (altmark).
prüfen sie insbesondere den flächennutzungsplan der stadt arendsee (altmark) auf die ausweisung ihres grundstücks (z.B. Wohngebiet, mischgebiet) und potenzielle schutzgebiete. Ein bebauungsplan könnte weitere einschränkungen bezüglich größe, lage oder gestaltung enthalten.

Technische anforderungen (din 18300, din en 1997-1, bauo lsa)

die standsicherheit eines bauwerks, auch einer genehmigungsfreien sauna, ist oberstes gebot. Bei lehmboden sind spezifische technische anforderungen zu beachten, die sich aus den einschlägigen normen ergeben:
  • din 18300 (vob/c - erdarbeiten): diese norm regelt die ausführung von erdarbeiten. Im kontext des fundamentbaus ist besonders der schutz vor frosteinwirkung durch eine ausreichende gründungstiefe relevant. Ein lehmboden ist frostempfindlich (bindiger boden), was eine frostfreie gründungstiefe von mindestens 80 cm unter geländeoberkante erfordert, um schäden durch bodenauftrieb (hebungen durch gefrierendes wasser im boden) zu vermeiden.
  • din en 1997-1 (eurocode 7 - entwurf, berechnung und bemessung im erd- und grundbau - teil 1: allgemeine regeln): dieser eurocode ist die maßgebliche norm für die bemessung von fundamenten und erfordert eine überprüfung der tragfähigkeit und gebrauchstauglichkeit des baugrunds. Auch wenn für eine kleine sauna keine detaillierte geotechnische bemessung im sinne eines umfangreichen bodengutachtens vorgeschrieben ist, liefert er die grundlagen für die sichere planung. Bei lehmboden muss die zulässige bodenpressung berücksichtigt werden, die oft geringer ist als bei sandigen böden.
  • bauo lsa (§ 13 standsicherheit): auch wenn die sauna genehmigungsfrei ist, muss das bauvorhaben den allgemeinen anforderungen an die standsicherheit gemäß § 13 bauo lsa genügen. Dies schließt die ordnungsgemäße fundamentierung ein.
die wahl des fundamenttyps hängt von der last der sauna und der beschaffenheit des lehmbodens ab. Eine gute drainage und die vermeidung von stauwasser um die fundamente sind bei lehmböden essenziell, da lehm nur langsam wasser ableitet.

Fundamenttypen für saunen auf lehmboden

fundamenttyp mindesttiefe material kostenschätzung (material & eigenleistung)
streifenfundament mind. 80 cm frostfrei beton c20/25, ggf. Bewehrung (q-matten bei breitenausdehnung > 2,0 m) ca. 800 - 1.500 € für ca. 10 m² grundfläche
punktfundament (für stelzenbauweise) mind. 80 cm frostfrei (oder tiefere gründungsrohre) beton c20/25, ggf. Bewehrung; holz- oder metallpfosten ca. 50 - 150 € pro punkt (abhängig von tiefe/dimension)
betonplatte (vollflächig) mind. 80 cm unter geländeoberkante (unterseitig dämmung/frostschürze erforderlich) beton c25/30, bewehrung (q-matten), kapillarbrechende schicht (schotter 20-30 cm) ca. 1.200 - 2.500 € für ca. 10 m² grundfläche
schotter-/kiesbett mit platten mind. 80 cm gesamtaufbau (davon 60 cm verdichteter schotter/frostschutz), drainage rundkies/schotter (0/32 bis 32/56), gehwegplatten/terrassenplatten, geotextil ca. 500 - 1.000 € für ca. 10 m² grundfläche (nur für sehr leichte saunen ohne große last)
hinweis zur betonplatte: bei lehmboden ist eine kapillarbrechende schicht aus schotter unter der betonplatte von mindestens 20-30 cm dicke unerlässlich, um aufsteigende feuchtigkeit und potenzielles frostsprengen zu verhindern. Eine umlaufende perimeterdämmung an der stirnseite der fundamentplatte wird bei lehmboden zusätzlich empfohlen, um kältebrücken zu vermeiden.